Social Media bereichert die Marketingplanung

Beehren wir als Schlusspunkt dieser inspirierten Woche – herzlichen Dank, liebe Kundinnen und Partner – mal wieder das Trendthema Social Media Marketing. Persoenlich.com schreibt im Artikel “Social Media Marketing gewinnt an Bedeutung“:

“Die weltweite Umfrage “Effektive Kampagnen auf Sozialen Netzwerken” von Emailvision (…) belegt die wachsende Relevanz von Social Media für Werbekampagnen. Für mehr als die Hälfte (53,5 Prozent) der befragten Unternehmen sind Social Media für ihre Marketingpläne bereits sehr beziehungsweise äusserst wichtig (…).”

Für uns ist das selbstverständlich auch äusserst wichtig – und das am liebsten in massgeschneiderter Kombination mit “klassischen” Dienstleistungen. Für einen Gedankenaustausch stehen wir jederzeit und gerne zur Verfügung.

Werbung – Geschichte eines uralten Gewerbes

Im Beitrag “Wie Havanna-Zigarren die Werbung revolutionierten” wurde die Geschichte der Werbung angesprochen. Diesbezüglich etwas recherchiert, erfreuen wir uns einer offensichtlich alten und traditionsreichen Tätigkeit. Planet Wissen schreibt nämlich:

“(…) Legt man die Definition des Brockhaus zugrunde, nach der Werbung “alle Maßnahmen zur Absatzförderung” umfasst, gab es tatsächlich in der Antike schon Werbung. Dazu zählen dann zum Beispiel Marktschreier oder die 2000 Jahre alten Steintafeln semitischer Händler, auf denen sie eine Liste ihrer Waren gemeißelt hatten. (…)”

Sehr detailliert beschreibt übrigens Dr. Tobias Liebert in seiner höchst interessanten “Geschichte der Werbung (Wirtschaftswerbung)” die relevanten Entwicklungen.

Doch zurück zur gerafften Form von Planet Wissen. Dort wird der nächste, grosse Schritt wie folgt zusammengefasst:

“(…) Unserem Verständnis von Werbung kommt es eher entgegen, den Beginn der Werbung auf das 17. Jahrhundert zu datieren. Zwar wurde der Buchdruck schon über 200 Jahre zuvor erfunden, doch konnten die Händler ihre Werbeblätter noch nicht im großen Stil unters Volk bringen – es fehlte ein passendes Medium zur Verbreitung. Das war 1650 mit der ersten Tageszeitung der Welt in Leipzig gefunden. Neben den Werbungen in Zeitungen etablierten sich schnell spezielle Werbezeitungen, in die Händler gegen Bezahlung ihre Waren eintragen konnten. Die so genannten Intelligenzkomptoirs standen unter staatlicher Kontrolle. An jeder Anzeige verdiente der Staat mit. Um die Erträge zu steigern und das Geschäft mit den Anzeigen zu einem Monopol auszubauen, hatte König Friedrich Wilhelm I. die Werbung in Tageszeitungen verboten. Erst als sie 1850 wieder für Tageszeitungen, also den freien Markt, freigegeben wurde, entwickelte sich das facettenreiche Werbesystem, wie wir es heute kennen. (…)”

Und Wikipedia schliesslich schreibt zur jüngeren Geschichte:

“(…) Um 1930 begann ein Paradigmenwechsel (…): vom Verkäufermarkt, in dem der Anbieter dank knappen Warenangebotes weitgehend Konditionen festlegte, zum nachfragedominierten Käufermarkt, in dem nun mehr und mehr der Kunde aus einer reichhaltigen Vielzahl konkurrierender Angebote wählen konnte. Waren deckten nicht nur den originären Bedarf, sondern neben reiner Nutzenerfüllung weitere emotionale Aspekte. Markenprodukte wurden mit der Zeit immer wichtiger.

Der Beginn der ersten Markenstrategien in Deutschland mit Einführung des Backpulvers von Dr. Oetker gilt heute als Geburtsstunde des europäischen Marketings und auch als klassisches Beispiel für eine langfristig angelegte Werbestrategie. Odol und Persil gelten als klassische, massenhaft hergestellte Markenprodukte aus dieser Zeit.

Ab 1950/1960 setzte mit dem Einzug der Selbstbedienungsläden ein weiterer Wandel ein. Das Produkt musste sich von anderen abheben. Die vorherige Bekanntheit eines Produktes durch Werbung wurde wichtiger, um die Aufmerksamkeit des Kunden zu erregen. (…)”

Wie Havanna-Zigarren die Werbung revolutionierten

Es ist heutzutage ja keinesfalls en vogue, über Rauchen oder Tabakwaren zu schreiben. Nun, da eine schöne Zigarre nach einem guten Essen unseres Erachtens eher Kultur- den Verbotscharakter hat, machen wir eine Ausnahme. Und erst recht, weil die Zigarren in der Geschichte der Werbung eine wichtige, innovative Rolle gespielt haben. Wie und warum steht im Cigar Wiki unter “Geschichte der kubanischen Manufakturen” geschrieben:

“(…) zu dieser Zeit war die Habano zu einem Statussymbol überall auf der Welt geworden. Im Jahre 1840 existierten in Havanna 306 Zigarrenmanufakturen. Im Jahre 1855 erreichte die Zahl der exportierten Zigarren die astronomische Zahl von 356,5 Millionen Stück.

Aufgrund der grossen Nachfrage nach Habanos und der überaus grossen Beliebtheit auf dem internationalen Markt tauchten schon nach kurzer Zeit eine Unmenge an Fälschungen auf (…). Man brauchte also eine Möglichkeit, echte Habanos zu kennzeichnen.

Der in Havanna lebende Spanier Ramon Allones war 1845 der erste, der seine Habanos in 25er Kisten packte (…) und diese Kisten mit einer Abbildung versehen liess, die den Kunden über sein Produkt und dessen Herkunft informierten. Er benutzte dafür lithographische Drucke.

Bildquelle: Cigar Wiki

Bei lithographischen Drucken handelt es sich um Abbildungen, die im Steindruckverfahren hergestellt werden. Das Steindruckverfahren, Lithographie genannt, war damals noch ein sehr junges Verfahren, das erst im Jahre 1798 entdeckt worden war. Es eignete sich aber sehr gut zur Vervielfältigung von Schrift und Bild. Mithilfe verschiedenster Materialien wird auf einen Stein eine Abbildung aufgebracht. Diese presst man dann mittels grossen Druckes auf ein Papier. In vielen Bereichen, vor allem zur bildhaften Darstellung, setzte sich dieses Verfahren durch.

Man muss vor allem bedenken, dass damals die Fotografie beispielsweise im Alltag noch nicht Einzug gehalten hatte. Bereits seit Anfang des Jahrhunderts, genauer seit 1822, existierte in Havanna eine Werkstatt für lithographische Drucke. Deren Zahl wuchs in den folgenden Jahren.

Schon nach relativ kurzer Zeit wurden diese einfachen Abbildungen durch Chromolithographien, das heisst farbige Abbildungen ersetzt. Diese sehr aufwändigen, meist mit Gold verzierten Darstellungen sind wahre Kunstwerke. (…)”

Glutz-car ist da!

“Social Media: Brot statt Spiele”

Financial Times Deutschland leitet den im Titel zitierten Artikel wie folgt ein:

Eine Unternehmensseite bei Facebook? Muss man heute haben, wollen die Kunden so. So die einhellige Meinung in den Führungsetagen deutscher Unternehmen. Aber was genau erwarten die Kunden dort eigentlich?”

Und die Antwort auf die rhetorische Frage klingt – trotz Deutscher Herkunft – nach gut schweizerischem Kompromiss:

Es kommt darauf an. Nicht an jedes Unternehmen stellen die Nutzer die gleichen Ansprüche. Entscheidend ist zum einen, welches Ziel das Unternehmen verfolgt. So nutzt etwa Energiehoch3 Facebook, um neue Kunden zu gewinnen – und steigert seine Bekanntheit durch Gewinnspiele. Die Stadtwerke Bamberg hingegen sehen das Netzwerk als Serviceinstrument, um Bestandskunden an sich zu binden. Darum sind für sie Kommentare – ebenso wie passende Antworten der Stadtwerke – ein wichtiger Erfolgsmesser.”

Aufgrund unserer Erfahrung stimmen wir der Aussage zu. Corporate Social Media muss auf Unternehmens- und Marketingstrategien sowie Ressourcen und Know-how abgestimmt sein. Trial an error ist unseres Erachtens nicht (mehr) die adäquate Vorgehensweise.

Twitter will sich bei Werbekunden etablieren

Twitter ist ein Riesenerfolg, was Reichweiten und Selbstverständlichkeit der Anwendung anbelangen. Und für Imagekampagnen, Research oder Produkteinführungen lassen sich Twitter Accounts auch für Unternehmenszwecke effektiv einsetzen (s. auch die Postings “Harmonieren Soziale Netzwerke und Marketingansprüche? “, “Soll ein Unternehmen twittern “). Was aber die investierten Werbegelder anbelangt, hinkt der Mikroblogging-Dienst insbesondere Facebook weit hinterher. Financial Times Deutschland schreibt im Artikel “Werbekunden hadern mit Twitter” über die Ausgangslage:

(…) Bislang zahlen die Werbekunden von Twitter über sogenannte Promoted Accounts für jeden neuen Follower 1 bis 4 Dollar. Vereinzelt investieren Unternehmen mehr als 10 Dollar, zum Beispiel Automobilhersteller. Bei sogenannten Promoted Tweets richtet sich die Abrechnung nach der Zahl der Antworten oder Weiterleitungen.

Dieses komplizierte Geschäftsmodell lasse sich schwer in eine typische Online-Media-Planung integrieren, sagte Simon Mansell, der Chef von TBG Digital. Diese Agentur ist auf Werbung in sozialen Medien spezialisiert. “Für einen Werbekunden ist es wirklich nicht einfach, dort einzukaufen”, so Mansell mit Blick auf den Kurznachrichtendienst.

Weil Twitter erst allmählich Werbung einführt, sprechen mehr Nutzer auf die Reklame an als bei anderen sozialen Medien. Auf einen “Sponsored Tweet” reagiert ein niedriger einstelliger Prozentsatz der Nutzer. Auf Werbung bei Facebook sind es nicht einmal ein Prozent der Nutzer.”

Nichtzuletzt aufgrund der Erwartungen der Investoren wird Twitter die Werbemöglichkeiten massiv ausbauen. Unseres Erachtens wird der grösste Nutzen aber bei den erwähnten “Imagekampagnen, Research oder Produkteinführungen” bleiben.

Frohe Weihnacht – Joyeux Noël –
Merry Christmas :D

Die enon*Familie wünscht frohe Festtage und einen guten Rutsch ins 2012!

Harmonieren Soziale Netzwerke und Marketingansprüche?

Um dem Beitrag “Soll ein Unternehmen twittern?” unter anderen Gesichtspunkten noch einmal aufzunehmen, machen wir auf das Posting “Social Media: Was nützen Facebook und Co.?” von automativeIT aufmerksam. Der Autor stellt die Grundsatzfrage:

“Sind soziale Netzwerke am Ende einfach der falsche Platz für Produktwerbung, Markenimage und Marketing? Es gibt einen interessanten Selbstversuch, den jeder sofort starten kann: Begeistern Sie sich auf Ihrer Facebook-Pinnwand einmal dezent für eine Marke oder ein Produkt Ihrer Wahl und erwarten Sie die Antworten Ihrer Freunde. Eine höfliche Missachtung Ihres Postings dürfte dabei noch zu den angenehmsten Varianten möglicher Reaktionen gehören. Für die nächste Zeit gelten Sie höchstwahrscheinlich als etwas uncool – da müssen Sie dann durch. Die Frage nach Sinn und Zweck von Social-Media-Aktivitäten kann letztlich nur beantworten, wer die Wirkung des Engagements in Social-Media-Kanälen wie Facebook, YouTube, Google+, Twitter & Co. für ein Unternehmen richtig einzuschätzen versucht. Und das ist nicht einfach. (…)”.

Und weil es eben nicht einfach ist, stehen wir als erfahrene Agentur an Ihrer Seite. Übrigens: Im zitierten, sehr interessanten Artikel wird ein unseres Erachtens wichtiger Aspekt nicht angesprochen: Social Media Marketing entfaltet optimale Wirkung, wenn mit klassischer Marketingkommunikation kombiniert wird.

Soll ein Unternehmen twittern?

Ohne jetzt in ausufernde Grundsatzdiskussionen über Strategien und dergleichen zu verfallen, machen wir für die Beantwortung der Titelfrage auf die sehr gute Visualisierung von Flowtown aufmerksam.

(Bildquelle: Flowtown)

enon fête Noël

Mercredi 7 décembre 2011

Départ 15h. Un véritable déluge nous accompagne tout au long de notre route. Ce n’est sans doute pas une coïncidence puis-ce que nous nous rendons dans le nouveau monde apocaliptique présenté par le musée d’ethnographie de Neuchâtel. Aux côtés de Yann Laville (conservateur), les artistes biennois M.S. Bastian et Isabelle L. nous présentent leur travail impressionnant intitulé: «What are you doing after the apocalypse ?»
Suite à cela le team d’enon*communication et ses 2 invités sont conviés à un souper de grande classe concocté par les soins d’Andrea Niederhäuser et son équipe du Tonis à Bienne. Une journée riche en emotions qu’aucun de nos sens n’est prêt d’oublier !